JavaScript-Weiterleitungen
Um den Inhalt dieses Artikels besser verstehen zu können, sollten Sie bereits grundlegende Kenntisse über HTTP-Weiterleitungen und JavaScript besitzen.
Der Einsatz von JavaScript zur Darstellung von Inhalten auf einer Webseite führt dazu, dass diese Inhalte für Suchmaschinen unsichtbar bleiben. In den meisten Fällen ist das nicht erwünscht, denn Suchmaschinen sollen ja möglichst viele Informationen aufnehmen, damit die zu optimierende Website gut gefunden wird.
Es gibt allerdings auch Einsatzzwecke, für die man die JavaScript-Blindheit der Suchmaschinen gezielt ausnutzt. Dies gilt vor allem beim Einsatz von Weiterleitungen auf speziell für Suchmaschinen optimierten Webseiten, den sogenannten Doorway-Pages. Eine Suchmaschine erkennt in einem solchen Fall die Weiterleitung nicht und nimmt den Inhalt der Doorway-Page auf; ein üblicher Browser (mit aktiviertem JavaScript) bemerkt die Weiterleitung und führt sie aus – und den menschlichen Betrachter sofort weiter auf die beworbene Webseite.
Realisierung einer JavaScript-Weiterleitung
JavaScript-Weiterleitungen können auf verschiedene Arten ausgeführt werden:
location.href = '/neue-seite.htm';
Mit dieser Vorgehensweise wird dem Objektlocation.hrefein neuer Inhalt, im obigen Beispiel'/neue-seite.htm'zugewiesen. Diese Zuweisung führt dazu, dass der Browser diese neue Adresse lädt und darstellt.location.replace('/neue-seite.htm');
Weist den Browser an, die aktuelle Seite durch die angegebene neue Adresse zu ersetzen. Der wesentliche Unterschied zur obigen Methode ist, dass die URL der Adresse, auf der sich diese Weiterleitung befindet, dabei aus der Browser-History gelöscht wird. Damit funktioniert der Zurück-Knopf im Browser wie bei einem normalen Link.
An dieser Stelle sei ein wichtiger Hinweis angebracht: Suchmaschinen versuchen zunehmend JavaScript-Weiterleitungen zu erkennen. Sie sollten also diese Weiterleitungen auf keinen Fall für unsaubere Zwecke, sprich für Spamming, einsetzen.

