Grundlagen der aktuellen Ranking-Algorithmen
Alle wichtigen Suchmaschinen setzen heute einen Ranking-Algorithmus ein, der im Wesentlichen aus zwei Teilen besteht:
1. Analyse des Seiteninhalts (Textanalyse, on-page-Faktoren)
2. Analyse der Verlinkung (Graphanalyse, off-page-Faktoren)
Früher, das heißt bis zu der Zeit als Google begann, den Suchmarkt aufzurollen, waren die on-page-Faktoren ausschlaggebend fürs Ranking der Suchmaschinen. Google war die erste Suchmaschine, die auch die Verlinkung einer Seite intensiv zur Sortierung der Ergebnisse nutzte; heute setzen alle Suchmaschinen eine entsprechende Kombination aus beiden Methoden ein.
On-Page-Faktoren
Die Inhalte einer Webseite, und das umfasst alle vom Autor direkt beeinflussbaren Aspekte wie etwa die URL, stellen nach wie vor die Grundlage der Suchverfahren da. Allerdings haben die Informationen aus den Off-Page-Faktoren meist einen höheren Einfluss auf die Sortierung.
Innerhalb der On-Page-Faktoren spielt der Inhalt des title-Tags die wichtigste Rolle. Wörter, die im title einer Seite vorkommen, bewerten alle Suchmaschinen sehr hoch. Daneben ist auch der Inhalt der HTML-Überschriften wie h1 oder h2 noch zu erwähnen; alle weiteren Stellen (Metatags, ALT-Attribut, etc.) im HTML-Code sind dagegen eher zu vernachlässigen und bringen kaum mehr Ranking-Punkte als ein Vorkommen im normalen sichtbaren Text einer Seite.
Off-Page-Faktoren
Es ist heute nicht mehr möglich, in einer modernen Suchmaschine wie Google oder Yahoo für einen umkämpften Begriff eine Seite auf die erste Ergebnisseite zu bekommen, ohne eine wirklich gute Verlinkung der Seite. “Gute Verlinkung” bedeutet zwei Dinge: Erstens müssen möglichst viele Seiten, am besten auf voneinander unabhängigen Domains, auf diese Seite einen Link gesetzt haben und zum anderen muss in diesen Links (das heißt im anklickbaren Linktext) der gewünschte Begriff oft vorkommen.
Dahinter steckt die Annahme der Suchmaschinen, dass eine Seite um so besser ist, je mehr fremde Seiten einen Link auf diese Seite gesetzt haben. Zudem nehmen die Suchmaschinen an, dass der Linktext der Seite zuzurechen ist, auf die dieser Link verweist.
Linktexte
Damit das deutlicher wird, nehmen wir ein Beispiel: Suchen Sie in Google oder Yahoo nach hier klicken. Sie finden in beiden Suchmaschinen die Downloadseiten für Adobes Acrobat Reader oder den Macromedia Flash Player ganz weit vorne. Warum? Weil viele Webseiten auf diese Seiten einen Link gesetzt haben, der ungefähr so aussieht:
Bitte hier klicken, um den Acrobat Reader kostenlos runterzuladen.
Die Suchmaschinen gehen nun davon aus, dass der Text hier klicken zur verlinkten Seite gehört; dies ist im Allgemeinen eine sinnvolle Annahme, denn üblicherweise steht im Linktext eine möglichst knappe Beschreibung der verlinkten Seite – und somit eine sehr wertvolle Informationen darüber, wofür die Zielseite relevant ist.
Wenn Sie das hier klicken-Beispiel verstanden haben, haben Sie die wichtigsten Grundlagen der derzeitigen Ranking-Algorithmen verinnerlicht.
PageRank
Die Anzahl der Links von fremden Seiten ergeben einen Wert für die betrachtete Seite, der unabhängig ist von irgendwelchen Wörtern. Dieser Wert ist einfach ein Maß für die Qualität dieser Seite. In Wirklichkeit wird dabei nicht nur die Zahl der eingehenden Links betrachtet, sondern auch deren Qualität; es handelt sich also um eine rekursive Berechnung.
Google nennt diesen Wert PageRank und macht ihn über die Google Toolbar öffentlich sichtbar. Der maximale PageRank beträgt zehn und wird von einigen Seiten wie etwa www.google.com oder www.apple.com erreicht.
Je höher nun eine Suchmaschine die Qualität einer Seite aufgrund deren Verlinkung einschätzt, als um so wertvoller wird der auf dieser Seite zu findende Inhalt bewertet. Anders ausgedrückt: Je höher der PageRank einer Seite, um so mehr vertraut Google den On-Page-Faktoren. Haben zwei Seiten die gleichen Inhalte und sind auch die Linktexte der eingehenden Links nicht unterschiedlich, so wird bei einer beliebigen Anfrage die Seite mit dem höheren PageRank weiter oben erscheinen.

