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	<title>SuchmaschinenTricks.de</title>
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	<description>Das deutsche Suchmaschinen-Magazin.</description>
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		<title>Campixx-Vortrag: Eine Link-Datenbank und ihre Algorithmen</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 09:25:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Morgen steigt die zweite Ausgabe der großartigen SEO Campixx in Berlin, die letztes Jahr ein richtig toller Erfolg war. Neben mehreren Diskussionsrunden, an denen ich beteiligt bin, freue ich mich besonders auf meinen Vortrag über Experimente mit Linkgraphen. Ich habe dazu eine Link-Datenbank (mit Linktext, Nofollow-Attributen und was so alles dazu gehört) aufgebaut und auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen steigt die zweite Ausgabe der großartigen <a href="http://www.seo-campixx-10.de/">SEO Campixx</a> in Berlin, die <a href="http://www.suchmaschinentricks.de/aktuelles/konferenzen/714.php">letztes Jahr</a> ein richtig toller Erfolg war. Neben mehreren Diskussionsrunden, an denen ich beteiligt bin, freue ich mich besonders auf meinen Vortrag über <em>Experimente mit Linkgraphen</em>. Ich habe dazu eine Link-Datenbank (mit Linktext, Nofollow-Attributen und was so alles dazu gehört) aufgebaut und auf diese Link-Datenbank dann verschiedene Algorithmen wie z.B. den bekannten <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/HITS_algorithm">HITS-Algorithmus</a> angewendet. In dem Vortrag werde ich die Algorithmen vorstellen und zeigen, welche Ergebnisse man damit aus einer echten Link-Datenbank erhalten kann. Und wenn die Technik klappt, kann ich die eine oder andere Sache auch sozusagen live direkt in der Datenbank zeigen.</p>
<p>Ich werde den Vortrag am Sonntag um 11:45 Uhr im Raum &#8220;SEMSEO GmbH&#8221; halten. Dort ist derzeit noch mein anderer Vortrag eingeplant, ich werde aber mit mir selbst tauschen.</p>
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		<title>Suchmaschinen-Zeitschrift Website-Boosting</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 09:36:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[SEO]]></category>
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		<description><![CDATA[
Auf der SEMSEO-Konferenz, die letzten Freitag in Hannover stattfand, stellte Mario Fischer die Zeitschrift Website Boosting vor. Website Boosting wird ein zweimonatliches Magazin werden, das tiefgehende Artikel über SEO, SEM/SEA, E-Commerce und Usability bringen wird. Fischer ist bekannt als Autor des Buches mit dem gleichen Titel &#8220;Website Boosting&#8221; und sieht das neue Printmagazin als Fortsetzung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.websiteboosting.com/typo3temp/pics/3529bef29d.jpg" align="right" alt="" /></p>
<p>Auf der <a href="http://semseo.abakus-internet-marketing.de/">SEMSEO</a>-Konferenz, die letzten Freitag in Hannover stattfand, stellte Mario Fischer die Zeitschrift <a href="http://www.websiteboosting.com/">Website Boosting</a> vor. <em>Website Boosting</em> wird ein zweimonatliches Magazin werden, das tiefgehende Artikel über SEO, SEM/SEA, E-Commerce und Usability bringen wird. Fischer ist bekannt als Autor des Buches mit dem gleichen Titel &#8220;Website Boosting&#8221; und sieht das neue Printmagazin als Fortsetzung seines Buches an.</p>
<p>In der ersten Ausgabe, die als Leseprobe noch im März erscheint und über die Website kostenlos angefordert werden kann, schreibt Mario Fischer über Linkaufbau, es gibt ein ausführliches Interview mit dem Google-Index-Hüter Matt Cutts, einen Artikel über Conversion Rate Optimierung und ich habe einen Artikel über Keyword-Recherche beigesteuert.</p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/OCUwAr22DpY&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/OCUwAr22DpY&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object><br />
<em>Video (4m51s): Vorstellung der Zeitschrift auf der SEMSEO-Konferenz</em></p>
<p>Ich bin überzeugt, dass diese Zeitschrift zum absoluten Muss für jede Online-Marketer werden wird. Das Jahresabo (6 Hefte) kostet 51,- Euro und kann ab sofort <a href="http://www.websiteboosting.com/abonnement.html">auf der Website bestellt</a> werden.</p>
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		<title>Google Bombing anno 1999 &#8211; und die aktuellen Konsequenzen</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Feb 2010 16:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Google]]></category>
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		<description><![CDATA[Bislang dachte ich, der erste bekannte Google Bombing-Fall wäre die berühmte dumb motherfucker-Geschichte vom Januar 2001 gewesen. Jetzt bin aber auf einen noch älteren Fall gestoßen: Bereits im Oktober 1999 antwortete Google auf die Frage more evil than satan himself auf Platz 1 mit microsoft.com &#8211; was Danny Sullivan zu einem recht lustigen Artikel veranlasste.
Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bislang dachte ich, der erste bekannte <em>Google Bombing</em>-Fall wäre die berühmte <a href="http://www.wired.com/science/discoveries/news/2001/01/41401">dumb motherfucker</a>-<a href="http://www.suchmaschinentricks.de/aktuelles/news/96.php">Geschichte</a> vom Januar 2001 gewesen. Jetzt bin aber auf einen noch älteren Fall gestoßen: Bereits im Oktober 1999 antwortete Google auf die Frage <a href="http://tbtf.com/archive/1999-10-05.html#s10">more evil than satan himself</a> auf Platz 1 mit microsoft.com &#8211; was Danny Sullivan zu einem recht <a href="http://searchenginewatch.com/2167621">lustigen Artikel</a> veranlasste.</p>
<p>Das Grundkonzept des Google-Algorithmus ist somit seit inzwischen mehr als zehn Jahren bekannt und wurde seither durch weitere lustige Ergebnisse für Anfragen wie <em>go to hell</em> oder natürlich <em>miserable failure</em> immer wieder bestätigt. Der Google-Algorithmus lässt sich also recht einfach zusammenfassen mit: <strong>Du brauchst mehr Linkttexte.</strong></p>
<p>Doch warum wärme ich diese alten Geschichten auf? Der Screenshot zeigt das aktuelle Ergebnis einer Anfrage für [more evil than satan himself]. Google blendet hier als alternative Suchergebnisse drei Treffer für die Suche nach [miserable failure] ein! Offenbar bringt also Google beide Suchanfragen, die inhaltlich überhaupt nichts miteinander zu tun haben, in eine Beziehung zueinander.</p>
<p><img src="/images/more-evil-than-satan-himself.jpg" alt="SERP: more evil than satan himself" /></p>
<p>Was mich zur Frage bringt, welches Verfahren es sein könnte, das diese Verknüpfung erzeugt. Haben viele Leute zum Thema Google Bombing recherchiert und sowohl nach [more evil than satan himself] als auch nach [miserable failure] gesucht? Oder stellt Google fest, dass auf vielen Seiten beide Phrasen gemeinsam vorkommen? Oder haben sich die Google-Jungs einfach nur einen Spaß mit uns SEOs erlaubt, denn wer sucht sonst schon nach solchen Dingen? Womöglich ist das aber auch nur der dezente Hinweis dass ein gewisser ehemaliger US-Präsident noch schlimmer als der Satan ist &#8230;</p>
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		<title>Beim Linknetz-Aufbau auf Provider-Popularity achten</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 11:28:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein ordentlicher Linkaufbau verlangt, viele Links von möglichst unterschiedlichen Quellen zu erhalten. Denn Google betrachtet jeden Link als Votum für die verlinkte Seite &#8211; aber nur, wenn die verschiedenen Links auch voneinander unabhängig sind. Schließlich möchte Google eigentlich nicht die Links zählen, sondern die Individuen, die einen Link gesetzt, also ein Votum für die verlinkte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein ordentlicher Linkaufbau verlangt, viele Links von möglichst unterschiedlichen Quellen zu erhalten. Denn Google betrachtet jeden Link als Votum für die verlinkte Seite &#8211; aber nur, wenn die verschiedenen Links auch voneinander unabhängig sind. Schließlich möchte Google eigentlich nicht die Links zählen, sondern die Individuen, die einen Link gesetzt, also ein Votum für die verlinkte Seite abgegeben haben.</p>
<p>Deshalb betrachtet der gute SEO von heute Größen wie <em>Host Popularity</em>, <em>Domain Popularity</em> oder <em>IP Popularity</em> einer Website. Dabei wird jeweils gezählt, von wie vielen verschiedenen Hosts, Domains oder IP-Adressen Links auf eine Website verweisen. In der Branche wird sogar vermutet, dass Google auf die Daten der Domainregistrare zugreift und somit anhand der Inhaberdaten Verbindungen herstellen kann, die alleine aufgrund der IP-Adresse nicht zu erkennen wären.</p>
<p><img src="/wp-content/themes/smt/images/top-dns.png" alt="" width="350" align="right"/></p>
<p>Doch auch ohne Registrierungsdaten können zusätzliche Informationen ermittelt werden, die auf eine gewisse Verwandschaft von Websites hindeuten. So liefert eine einfache DNS-Abfrage die Nameserver zurück, die für eine Domain zuständig sind. Damit lässt sich meist auf den Provider zurückschließen. Ein Beispiel: Die beiden Domains certo-it.de und seo-niederbayern.de liegen unter den beiden IP-Adressen 217.115.142.76 bzw. 80.237.132.136 und weisen auf den ersten Blick keinerlei Gemeinsamkeiten auf. Eine detaillierte DNS-Abfrage aber zeigt, dass die jeweils eingetragenen Nameserver b1.wpns.hosteurope.de und b1.wsns.hosteurope.de bzw. ns1.hans.hosteurope.de und ns2.hans.hosteurope.de heißen. Extrahiert man von diesen Nameservern die Domain, bleibt bei jeweils nur &#8220;hosteurope.de&#8221; übrig.</p>
<p>Sicherlich kommt man an diese Infos auch über eine Whois-Abfrage oder über einen traceroute-Aufruf. Sind solche Abfragen aber im großen Stil notwendig, sind beide Alternativen zu langsam. DNS hingegen dürfte der schnellste und zuverlässigste Dienst im Internet sein. Es ist für Google somit ein leichtes, über eine simple DNS-Abfrage eine Verwandschaft der beiden Domains herzustellen. Und natürlich wird eine derart ermittelte Größe kein klassisches Ranking-Kriterium sein, sondern höchstens wieder nur ein <a href="http://www.suchmaschinentricks.de/aktuelles/ranking/1065.php">Signal</a>.</p>
<p>Ich habe deshalb in die Backlink-Abfrage-Funktion der <a href="https://www.keyword-datenbank.de">Keyword-Datenbank</a> die Größe &#8220;Provider Popularity&#8221; eingefügt. Damit sieht der Nutzer auf einen Blick, ob die Backlinks seiner Website eine unnatürliche Providerverteilung (=Verteilung der Nameserver-Domains) aufweisen.</p>
<p><img src="/images/kwdb-provider-popularity.jpg" alt="" /></p>
<p>Um zu demonstrieren, wie so etwas aussehen kann, hier ein Beispiel einer Website, die von einem typischen Linknetz gepuscht wird. Zwar hat der zuständige Optimierer brav darauf geachtet, viele verschiedene IP-Adressen (und sogar verschiedene Class-C-Netze) zu nutzen, aber zu viele Links haben die gleiche Nameserver-Domain:</p>
<p><img src="/images/kwdb-provider-popularity-boese.jpg" alt="" /></p>
<p>Wer also sein Linknetz nach allen Regeln der Kunst aufbauen möchte, muss nicht nur darauf achten, verschiedenste IP-Adressen zu nutzen und die Registrierungsangaben zu differenzieren, sondern sollte auch einen Blick auf die Nameserver werfen, die für seine Linknetz-Domains zuständig sind. Sonst kann die mühsam aufgebaute Täuschung sehr schnell auffliegen.</p>
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		<title>Von Spam-Signalen und Ranking-Faktoren</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Feb 2010 10:25:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kaum ein Artikel über aktuelle Google-Rankingverfahren oder -Filter kommt inzwischen ohne das Wörtchen &#8220;Signal&#8221; aus. Wo noch vor wenigen Jahren von Rankingfaktor oder Rankingkriterium die Rede war, geht&#8217;s heute stets um Signale. Google selbst benutzt den Ausdruck ebenfalls regelmäßig:
PageRank (..) is just one of over 200 signals that can affect how your site is crawled, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum ein Artikel über aktuelle Google-Rankingverfahren oder -Filter kommt inzwischen ohne das Wörtchen &#8220;Signal&#8221; aus. Wo noch vor wenigen Jahren von Rankingfaktor oder Rankingkriterium die Rede war, geht&#8217;s heute stets um Signale. Google selbst benutzt den Ausdruck ebenfalls regelmäßig:</p>
<blockquote><p>PageRank (..) is just one of over 200 signals that can affect how your site is crawled, indexed and ranked</p></blockquote>
<p><img src="/wp-content/themes/smt/images/top-mathe.jpg" alt="Illustration: Mathematik" align="right" /></p>
<p>Was aber ist mit Signal gemeint? Google wendet sich damit gegen das verbreitete Schwarz-Weiß-Denken: Eine Seite hat viele Footer-Links, also ist sie Spam. Eine Seite hat sehr hohen Trust, also kann sie kein Spam sein. Vielmehr geht es darum, eine Vielzahl von Hinweisen oder Merkmalen &#8211; Signale eben &#8211; auszuwerten und fürs Ranking zu benutzen. In gewisser Weise sind Signale nichts anderes als &#8220;weiche&#8221; Rankingfaktoren: Sie können einen Einfluss haben, müssen aber nicht. Erst wenn mehrere Signale zusammenwirken, hat das Einfluss auf die Position der bewerteten Seite. Insbesondere wenn&#8217;s um die Spamerkennung geht, sind Signale für Google wichtig. Ein böser Link alleine führt kaum zu einer Abwertung. Erst wenn Google sieht, dass viele böse Links vorhanden sind, aber wenige gute, kann das Auswirkungen haben.</p>
<p>Dabei ist der Umgang mit Signalen nichts, was Google erfunden hätte. Das grundlegende Vorgehen wird seit Jahren in E-Mail-Spamfiltern angewendet. In einer ansonsten tadellosen E-Mail wird das einmalige Vorkommen von &#8220;viagra&#8221; nicht zur Bewertung als Spam führen. Kommen aber zum Signal &#8220;viagra&#8221; noch weitere Signale (eine zweifelhafte Absender-IP, weitere böse Wörter usw.) hinzu, wird der Spamfilter die E-Mail irgendwann als Spam deklarieren.</p>
<p>Übertragen wir doch dieses Vorgehen einmal auf die Spamerkennung von Suchmaschinen. Wo E-Mail-Filter mit bösen Wörtern hantieren, muss sich der Google-Algorithmus mit Spamsignalen herumschlagen. Dazu könnten Signale gehören wie &#8220;Zu viele böse Backlinks&#8221;, &#8220;Zu hohe Keyword-Dichte&#8221; oder &#8220;Zu viele externe Footer-Links&#8221;. Wir nennen diese drei Kriterien k<sub>1</sub>, k<sub>2</sub> und k<sub>3</sub>. Alle Kriterien gemeinsam bezeichnen wir als K. (In Wirklichkeit gibt es natürlich viel mehr als nur drei solcher Signale, ich möchte das ganze hier aber relativ einfach halten.)</p>
<p>Nun haben die Google-Anti-Spam-Mitarbeiter fleißig hunderttausende von bösen und guten Seiten untersucht, entsprechend eingeteilt und dabei folgende Wahrscheinlichkeiten festgestellt:<br />
<img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=tx&#038;chf=bg,s,FFFFFF00&#038;chco=223a5e&#038;chl=\begin{matrix}k_i%26%20Ham%20%26%20Spam%20\\%20boese%20Backlinks%20%26%200.1%20%26%200.8%20\\%20hohe%20KW-Dichte%20%26%200.2%20%26%200.6%20\\%20viele%20Footer-Links%20%26%200.6%20%26%200.9\end{matrix}" alt="Tabelle der Spam-Signale" /></p>
<p>Die Tabelle sagt aus, dass lediglich auf 10 Prozent der guten Seiten (&#8220;Ham&#8221;) zu viele böse Backlinks gefunden wurden, aber auf 80 Prozent der bösen Seiten (&#8220;Spam&#8221;). Entsprechendes gilt für die anderen beiden Kriterien. So sehen wir auf einen Blick, dass das Kriterium &#8220;Böse Backlinks&#8221; ein gutes Signal für eine Spamseite ist. Würde Google nun aber eine Regel aufstellen, die sagt: &#8220;Wer zu viele böse Backlinks hat, ist Spam!&#8221;, dann würden zehn Prozent aller guten Seiten fälschlicherweise als Spam deklariert. Eine derart hohe Fehlerrate dürfte Google sicherlich zu hoch sein. Würde Google aber umgekehrt verlangen, dass alle drei Kriterien erfüllt sein müssen, kämen zu viele böse Seiten in den Index.</p>
<h2>Falsche Wahrscheinlichkeiten</h2>
<p>Unser Problem liegt nun darin, dass wir die &#8220;falschen&#8221; Wahrscheinlichkeiten haben. Die obige Tabelle zeigt uns, dass 80% der Spamseiten zu viele böse Backlinks haben. Etwas mathematischer ausgedrückt heißt das:<br />
<img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=tx&#038;chf=bg,s,FFFFFF00&#038;chco=223a5e&#038;chl=P%28k_1|Spam%29%20=%200.8" /><br />
Das liest sich in etwa so: Die Wahrscheinlichkeit, dass das Kriterium k<sub>1</sub> unter der Voraussetzung &#8220;Spam&#8221; erfüllt ist, liegt bei 0.8.</p>
<p>Uns interessiert aber genau die &#8220;umgekehrte&#8221; Wahrscheinlichkeit! Also die Wahrscheinlichkeit, dass eine Seite unter der Voraussetzung K &#8220;Spam&#8221; ist:<br />
<img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=tx&#038;chf=bg,s,FFFFFF00&#038;chco=223a5e&#038;chl=P%28Spam|K%29%20=%20?" /><br />
Für diese Umkehrung gibt es (unter bestimmten Voraussetzungen) eine bereits seit dem 18. Jahrhundert bekannte Formel, der berühmte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bayestheorem">Satz von Bayes</a>, der dem Bayes-Filter seinen Namen verlieh.</p>
<p><img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=tx&#038;chf=bg,s,FFFFFF00&#038;chco=223a5e&#038;chl=P%28Spam|K%29=\frac{P%28K|Spam%29%20\cdot%20P%28Spam%29}{P%28K%29}" /></p>
<p>Was sind nun aber die beiden Wahrscheinlichkeiten P(Spam) und P(K)? P(Spam) gibt an, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Seite &#8220;Spam&#8221; ist &#8211; das entspricht also einfach dem Anteil der Spamseiten an allen Seiten im Google-Index. Wir nehmen an, ähnlich wie im klassischen E-Mail-Spamfilter, dass sich gute und böse Seiten die Waage halten, die Spamwahrscheinlichkeit also bei 50 Prozent liegt:<br />
<img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=tx&#038;chf=bg,s,FFFFFF00&#038;chco=223a5e&#038;chl=P%28Spam%29%20=%200.5" /><br />
P(K) hingegen ergibt sich aus der Signal-Tabelle. Da entsprechend unserer Annahme &#8220;Ham&#8221;- und &#8220;Spam&#8221;-Seiten gleichverteilt sind, erhalten wir:<br />
<img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=tx&#038;chf=bg,s,FFFFFF00&#038;chco=223a5e&#038;chl=P%28K%29%20=%200.5 \cdot 0.1 %2B 0.5 \cdot 0.8 = 0.45 " /></p>
<p>Setzen wir nun die Daten ein, ergibt sich diese kleine Rechnung:<br />
<img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=tx&#038;chf=bg,s,FFFFFF00&#038;chco=223a5e&#038;chl=P%28Spam|K%29=\frac{0.8%20\cdot%200.5}{0.45}%20\approx%200.89" /></p>
<p>Das Ergebnis überrascht uns noch nicht wirklich. Eine Seite, die zu viele böse Backlinks hat, ist mit einer Wahrscheinlichkeit von 89 Prozent eine Spamseite. Da die obige Tabelle sagt, dass zehn Prozent der guten Seiten böse Backlinks haben, sollten wir eine Spamwahrscheinlichkeit von etwa 90 Prozent erwartet haben. Spannender wird die Rechnerei aber, wenn wir diese Formel auf mehrere Kriterien verallgemeinern. Dazu müssen wir annehmen, dass die einzelnen Kriterien voneinander unabhängig sind. Ist dies der Fall, dürfen wir die Einzelwahrscheinlichkeiten einfach multiplizieren:</p>
<p><img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=tx&#038;chf=bg,s,FFFFFF00&#038;chco=223a5e&#038;chl=P%28K|Spam%29=\prod_{i=1}^N\cdot%20P%28k_i|Spam%29" /></p>
<p>(Diese &#8220;naive&#8221; Annahme, dass die einzelnen Kriterien unabhängig sind, verleiht dem hier vorgestellten Bayes-Filter seinen korrekten Namen &#8220;Naiver Bayes-Filter&#8221;. Naiv ist die Annahme deshalb, weil ein Spammer, der zu viele böse Backlinks setzt, wohl auch eine zu hohe Keyword-Dichte einsetzt und schon sind beide Kriterien nicht mehr statistisch voneinander unabhängig.)</p>
<p>Nach einiger Rechnerei, die z.B. <a href="http://www.math.kit.edu/iag1/~ritterbusch/seite/spam/de">hier</a> genauer aufgeführt ist, erhalten wir diese Formel, in die wir einfach unsere Daten aus der Signaltabelle einsetzen können:</p>
<p><img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=tx&#038;chf=bg,s,FFFFFF00&#038;chco=223a5e&#038;chl=P%28Spam|K%29=\frac{P%28k_1|Spam%29\cdot%20...%20\cdot%20P%28k_N|Spam%29}{P%28k_1|Spam%29\cdot%20...%20\cdot%20P%28k_N|Spam%29%20%2B%20P%28k_1|Ham%29\cdot%20...%20\cdot%20P%28k_N|Ham%29}" /></p>
<p>Als erstes rechnen wir mit dieser Formel nochmals zur Kontrolle unsere Spamwahrscheinlichkeit für eine Seite aus, auf der lediglich das Kriterium k<sub>1</sub> (&#8220;Zu viele böse Backlinks&#8221;) erfüllt ist:<br />
<img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=tx&#038;chf=bg,s,FFFFFF00&#038;chco=223a5e&#038;chl=P%28Spam|k_1%29=\frac{0.8}{0.8%2B0.1}\approx%2089%" /></p>
<p>Nun betrachten wir die Wahrscheinlichkeit, wenn die ersten beide Kriterien (&#8220;Backlinks&#8221;, &#8220;Keyword-Dichte&#8221;) erfüllt sind:<br />
<img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=tx&#038;chf=bg,s,FFFFFF00&#038;chco=223a5e&#038;chl=P%28Spam|k_1\cap%20k_2%29=\frac{0.8*0.6}{0.8*0.6%2B0.1*0.2}\approx%2096%" /><br />
Die Spamwahrscheinlichkeit steigt deutlich an; sicher sind wir nun in einem Bereich, in dem Google auf das Spamming reagieren wird.</p>
<p>Was aber passiert, wenn unsere Seite auch noch Kriterium 3 (&#8220;Footer-Links&#8221;) erfüllt?<br />
<img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=tx&#038;chf=bg,s,FFFFFF00&#038;chco=223a5e&#038;chl=P%28Spam|k_1\cap%20k_2\cap%20k_3%29=\frac{0.8*0.6*0.9}{0.8*0.6*0.9%2B0.1*0.2*0.6}\approx%2097%" /><br />
Hier ändert sich nicht mehr viel. Das hat natürlich damit zu tun, dass das dritte Kriterium zwar auf 90% der Spamseiten zu finden ist, aber auch auf sehr vielen (60%) der guten Seiten &#8211; und damit ist dieses Kriterium wenig unterscheidungskräftig.</p>
<p>Deutlicher wird das Ganze, wenn wir uns ansehen, was bei den beiden Kriterien zwei und drei passiert:<br />
<img src="http://chart.apis.google.com/chart?cht=tx&#038;chf=bg,s,FFFFFF00&#038;chco=223a5e&#038;chl=P%28Spam|k_2\cap%20k_3%29=\frac{0.6*0.9}{0.6*0.9%2B0.2*0.6}\approx%2082%" /><br />
Hier erhalten wir eine Spamwahrscheinlichkeit von lediglich 82 Prozent.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Aber sollten 82 Prozent nicht gut genug sein, eine Seite abzustrafen? Im Einzelfall mag das womöglich plausibel erscheinen. Aber stellen wir uns mal eine Million Seiten vor, auf denen die beiden Kriterien zwei und drei erfüllt sind. Ein Spamwahrscheinlichkeit von 82 Prozent sagt hier aus, dass 820.000 Seiten tatsächlich Spam sind. Allerdings würden wir 180.000 gute Seiten zu unrecht abwerten &#8211; und das hätte negative Auswirkungen auf unseren Index. Denn Nutzer würden nun gute Seiten nicht mehr finden können.</p>
<p>Umgekehrt heißt das aber auch, dass Seiten, die viele gute Signale haben, locker einige Spam-Signale vertragen, ohne gleich abgewertet zu werden. Wer nun unbekümmert auf seinem neuen, kleinen SEO-Projekt alles nachmacht, was eine Topseite so anstellt, sollte sich nicht wundern, wenn er dafür abgestraft wird. Denn die Topseite retten ihre vielen positiven Signale, während das kleine SEO-Projekt lediglich die negativen Spam-Signale vorweisen kann.</p>
<p>Wichtig an diesem kleinen mathematischen Ausflug sind nicht die Details der Rechnung oder die genauen Ergebnisse. Mir ging es vielmehr darum, an einigen konkreten Beispielen die Wirkungsweise von Spam-Signalen aufzuzeigen. Besonders schön sieht man dies am geringen Einfluss des Signals &#8220;Zu viele Footer-Links&#8221;; dieses Signal kommt zwar auf 90% aller Spamseiten vor, trotzdem hat es kaum Auswirkungen auf die Spameinschätzung unseres Algorithmus.</p>
<p><strong>Hinweis:</strong> <em>Die aufgeführten Spam-Kriterien und ihre Wahrscheinlichkeiten sind pure Fantasie! Ebenso funktioniert der Google-Algorithmus sicherlich anders als hier anhand des Bayes-Filters erklärt. Die Rechnungen dienen lediglich dazu, den mathematischen Sachverhalt anhand einiger konkreter Zahlen zu verdeutlichen.</em></p>
<div id="bildnachweis">Bildnachweis: <a href="http://de.fotolia.com/id/2243365" title="" alt="" rel="nofollow">Sulamith</a> &#8211; Fotolia.com</div>
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		<title>Wie viele Suchanfragen beantwortet Google täglich?</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 20:11:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Häufig erhalte ich die Frage gestellt, wie viele Suchanfragen denn Google in Deutschland so Tag für Tag beantwortet. Meine Antwort auf diese Frage war bisher eine grobe Abschätzung, die einerseits auf den Suchhäufigkeiten in der Keyword-Datenbank basiert, andererseits auf den relativen Marktanteilen der Suchmaschinen, wie sie z.B. das Webhits-Webbarometer liefert. Das Ergebnis dieser Abschätzung ergab [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Häufig erhalte ich die Frage gestellt, wie viele Suchanfragen denn Google in Deutschland so Tag für Tag beantwortet. Meine Antwort auf diese Frage war bisher eine grobe Abschätzung, die einerseits auf den Suchhäufigkeiten in der <a href="https://www.keyword-datenbank.de">Keyword-Datenbank</a> basiert, andererseits auf den relativen Marktanteilen der Suchmaschinen, wie sie z.B. das Webhits-Webbarometer liefert. Das Ergebnis dieser Abschätzung ergab &#8211; nach einigem Voodoo &#8211; eine Größe von etwa 100 Millionen täglichen Suchanfragen an Google aus Deutschland.</p>
<p>Eine aktuelle <a href="http://www.comscore.com/Press_Events/Press_Releases/2010/1/Global_Search_Market_Grows_46_Percent_in_2009">Pressemitteilung von comScore</a> liefert nun einige Zahlen, um eine erneute Abschätzung auf komplett anderer Basis durchzuführen. Demnach wurden in Deutschland im vergangenen Dezember 5,6 Milliarden Suchanfragen gestellt. Da aber comScore nicht nur die Suchen in klassischen Suchmaschinen berücksichtigt, sondern auch die Suchanfragen etwa auf Ebay oder Facebook mitzählt, müssen wir noch etwas weiter rechnen.</p>
<p>Von den weltweit gestellten 131 Milliarden Suchanfragen wurden etwa 85 Prozent bei den klassischen Suchmaschinen eingegeben. Damit haben die Suchmaschinen in Deutschland etwa 4,7 Milliarden Suchen beantwortet. Bei einem Marktanteil von 90 Prozent für Google sind wir bei 4,2 Milliarden deutschen Google-Suchanfragen im Dezember 2009. <strong>Das entspricht 140 Millionen Suchanfragen pro Tag.</strong></p>
<p>Im Vergleich zum Dezember 2008 ist Anzahl der Suchanfragen in Deutschland um 38 Prozent gestiegen. Da im gleichen Zeitraum die Anzahl der Internetnutzer deutlich weniger wuchs, heißt das, dass die Anzahl der Suchanfragen pro Nutzer deutlich gestiegen ist.</p>
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		<title>Mitmachen! Fragebogen zur SEO-Dienstleister-Liste</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 10:54:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Februar möchte iBusiness eine Liste der wichtigsten deutschsprachigen SEO-Dienstleister veröffentlichen. Dazu hat iBusiness zusammen mit dem BVDW, Johannes und mir ein Verfahren entwickelt, dessen wichtigstes Kriterium die Sichtbarkeit der Dienstleister-Website unter mehr als hundert SEO-typischen Suchbegriffen ist. Damit möglichst alle wichtigen Anbieter auf dieser Liste erscheinen können, hat iBusiness einen Fragenbogen veröffentlicht. Tragen Sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Februar möchte <a href="http://www.ibusiness.de/">iBusiness</a> eine Liste der wichtigsten deutschsprachigen SEO-Dienstleister veröffentlichen. Dazu hat iBusiness zusammen mit dem <a href="http://www.bvdw.org">BVDW</a>, <a href="http://www.sistrix.de">Johannes</a> und mir ein Verfahren entwickelt, dessen wichtigstes Kriterium die Sichtbarkeit der Dienstleister-Website unter mehr als hundert SEO-typischen Suchbegriffen ist. Damit möglichst alle wichtigen Anbieter auf dieser Liste erscheinen können, hat <a href="http://www.ibusiness.de/seo/">iBusiness einen Fragenbogen</a> veröffentlicht. Tragen Sie sich deshalb bitte als SEO-Dienstleister in diesen kurzen Fragebogen ein! Nur so kann die Liste einen wirklich guten Überblick über die vielfältigen Anbieter in unserer Branche ergeben. Der Anmeldeschluss für den Fragebogen ist der 24. Januar.</p>
<p>Wir hoffen, dass sich diese Liste, die auch als großes Poster erscheinen wird, bald zum zentralen Spiegelbild der deutschsprachigen SEO-Dienstleisterszene entwickelt und somit potenziellen SEO-Kunden eine große Hilfe bei der Auswahl der Dienstleister bieten kann.</p>
<h3><a href="http://www.ibusiness.de/seo/">Zum Fragebogen</a></h3>
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		<title>Die Rollen der Beteiligten im SEO-Projekt</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 11:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[SEO]]></category>
		<category><![CDATA[Agenturen]]></category>
		<category><![CDATA[beratung]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein interessanter Post von Martin Sinner zu den Schwächen von SEOs hat mich in den zurückliegenden etwas ruhigeren Tagen dazu gebracht, über die Rolle der verschiedenden Beteiligten (oder neudeutsch: Stakeholder) im SEO-Prozess nachzudenken. Wie Martins Artikel schon andeutet, bedeutet SEO für Unternehmen heute viel mehr als die eigentliche Optimierungsarbeit. Natürlich geht es auch im Kundenprojekt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein interessanter Post von <a href="http://martinsinner.com/511-schwaechen-von-seos/">Martin Sinner zu den Schwächen von SEOs</a> hat mich in den zurückliegenden etwas ruhigeren Tagen dazu gebracht, über die Rolle der verschiedenden Beteiligten (oder neudeutsch: Stakeholder) im SEO-Prozess nachzudenken. Wie Martins Artikel schon andeutet, bedeutet SEO für Unternehmen heute viel mehr als die eigentliche Optimierungsarbeit. Natürlich geht es auch im Kundenprojekt letztendlich um Onpage-Optimierung und Linkaufbau, aber der Suchmaschinenoptimierer steht dort häufig vor der Aufgabe, alle Beteiligten von den notwendigen Maßnahmen zu überzeugen. Diese Überzeugungsarbeit ist oft genug der entscheidende Erfolgsfaktor &#8211; und eine Aufgabe, die der typische Self-SEO, der sonst nur für seine eigenen Projekte optimiert, überhaupt nicht kennt.</p>
<p><img src="/wp-content/themes/smt/images/top_rugby.jpg" alt="Illustration: Teamwork" align="right" /></p>
<p>In der Praxis heißt SEO oft, dass quasi durch die Hintertür ein neues (Teil-)Projekt eingeführt wird. Damit ein Projekt aber erfolgreich durchgeführt werden kann, sollten ein paar Mindestvoraussetzungen gegeben sein: Die Beteiligten müssen von der Sinnhaftigkeit der Maßnahmen überzeugt sein und es muss einen Projektleiter geben, der mit der nötigen Autorität ausgestattet ist, das Projekt durchzuziehen. Beide Kriterien sind in einem SEO-typischen Ad-Hoc-Projekt häufig nicht gegeben.</p>
<p>Welche Stakeholder gibt es denn nun in einem typischen SEO-Kundenprojekt? Ich zähle hier mal die üblichen Rollen auf, die natürlich nicht bei jedem Projekt in voller Ausprägung vorhanden sind, aber die doch einen guten Durchschnitt meiner bisherigen Beratungsprojekte zeigen:</p>
<ul>
<li><strong>Projektleitung</strong><br />
	SEO findet gewöhnlich im Rahmen eines übergeordneten Projekts statt. Entweder wird eine neue Website eben erst entwickelt, so gibt es dafür ein meist ganz klassisch definiertes Projekt und die Suchmaschinenoptimierung ist ein Unterprojekt dabei. Besteht die Website bereits seit längerem, so ist der Projektleiter der zuständige Objektmanager. Egal wie die Situation im Einzelfall genau aussieht, für das &#8220;Teilprojekt SEO&#8221; gibt es nur selten einen hochoffiziell benannten Projektverantwortlichen. Wer diese Rolle dann mehr oder weniger spontan übernimmt, hängt von den beteiligten Charakteren und Arbeitsabläufen ab.</li>
<li><strong>Geschäftsleitung</strong><br />
	Der Auftraggeber hat meist keine Ahnung von technischen Zusammenhängen und ebenso wenig von Suchmaschinenoptimierung. Er hat mal gehört, dass PageRank wichtig und Platz 1 gut ist, danach wird&#8217;s mit seinem SEO-Wissen schon mau. Kein Wunder, das ist ja auch nicht seine Aufgabe. Vielmehr muss die Geschäftsleitung darauf achten, dass der Laden läuft; dazu kann es notwendig sein, im SEO-Projekt viele Kompromisse einzugehen. Denn kein Chef kann es sich leisten, Redaktion oder IT-Abteilung zu verärgern. Wenn die nur noch Dienst nach Vorschrift machen, weil sie von den chaotischen SEO-Beratern angenervt sind, sieht&#8217;s für das gesamte Projekt schlecht aus.</li>
<li><strong>Assistenz der Geschäftsleitung</strong><br />
	Häufig ist der Assistent der Geschäftsleitung das Mädchen für alles. Offiziell ist er womöglich für nichts zuständig, in Wahrheit aber leitet er das gesamte Projekt &#8211; auch wenn niemand, vielleicht nicht einmal er selbst, das so sieht. Entsprechend groß ist sein Einfluss auf den Erfolg der Maßnahmen. Ganz ähnlich liegt der Fall bei Sekretärinnen oder Sachbearbeitern, die &#8211; natürlich nur rein technisch &#8211; für die Verwaltung der Finanzen zuständig sind. Eigentlich ist ihre Aufgabe nur, den Finanzplan stets aktuell zu halten. Dadurch sind sie aber nach kurzer Zeit die einzigen, die den genauen Zustand der Finanzen kennen. Ist also im Budget kein Geld für die eben gefundene Linkbuilding-Idee eingeplant, ein nettes Gespräch mit diesen heimlichen Herrschern kann helfen, die nötigen Mittel loszueisen.</li>
<li><strong>Online-Marketing-Abteilung</strong><br />
	Die (Online-)Marketer kennen neben PageRank und Platz 1 auch noch die Vokabel <em>Link Popularity</em>. Da sie aber neben einer guten Google-Platzierung auch noch für Kooperationen mit anderen Websites zuständig sind, wird im SEO-Projekt das leidige Duplicate-Content-Problem schnell zum permanenten Streitpunkt. Ziemlich überraschend ist, dass die Online-Marketer selten die Federführung fürs SEO-Projekt innehaben, wo SEO doch eigentlich ihr Aufgabengebiet beträfe. Da aber Suchmaschinenoptimierung viel zu sehr eine Querschnittsaufgabe ist, muss der SEO ständig mit Technikern und Redaktion reden und der Online-Marketer kümmert sich wieder um seine Kooperationen.</li>
<li><strong>IT-Abteilung</strong><br />
	Die Zeiten, in denen der &#8220;typische Techie&#8221; SEO hasste, weil die bösen SEOs das gute Google manipulieren, sind inzwischen lange vorbei. Trotzdem empfehle ich jedem SEO-Consultant dringend, sich mit der IT-Abteilung gut zu stellen. Hat man selbst profundes technisches Wissen, hilft das dabei ungemein. Als Optimierer darf man nie vergessen, dass die Techniker am längsten aller Hebel sitzen. Ein Satz wie &#8220;Diese Maßnahme würde unser Sicherheitskonzept aushebeln.&#8221; lässt jeden Geschäftsführer erschaudern und ist das sichere Ende der angedachten Vorgehensweise. Umgekehrt lässt sich bei einem informellen Kaffeegespräch oft genug ein Weg finden, der im offiziellen Meeting niemals gefunden würde.</li>
<li><strong>Redaktion</strong><br />
	Redakteure erschaffen Content und das Web wäre ohne Content ein ziemlich öder Ort. Jetzt ist zwar Content die Basis jeder Optimierung, aber ein nicht-optimierter Content ist leider nur halb so viel wert. Deswegen liegt in der Hand der Redaktion ein großer Hebel für die Sichtbarkeit einer Website. Schafft es ein SEO, die Redakteure zu überzeugen, suchmaschinentauglich zu schreiben, ist oft schon viel gewonnen. Außerdem ist es für die Stimmung im gesamten Team hilfreich, sich gut mit den Redakteuren zu stellen.</li>
<li><strong>Inhouse-SEOs</strong><br />
	Die Position des Inhouse-SEOs kann sehr vielfältig sein. Ich habe Inhouse-SEOs erlebt, die der heimliche Star im Unternehmen sind und aufgrund des Erfolgs ihrer Maßnahmen schalten und walten können, wie sie möchten. Andere hingegen sitzen zwischen allen Stühlen und mühen sich vergeblich ab, da ihnen als geborene Einzelkämpfer die Rituale und informellen Entscheidungswege fremd geblieben sind. Da wird etwa ein für die Optimierung wichtiger Vorschlag am Ende eines mehrstündigen Meetings in den Raum geworfen. Niemand versteht, was dieser ominöse Googletrickser meint, alle möchten zum Mittagessen &#8211; und der Inhouse-SEO ist verärgert, weil niemand seine tolle Idee würdigt.</li>
<li><strong>Designer und/oder Usability-Experten</strong><br />
	Waren früher Grabenkämpfe zwischen SEO (&#8220;H1-Überschriften sind sooo wichtig!&#8221;) und Designer (&#8220;Igitt, H1 ist sooo hässlich!&#8221;) an der Tagesordnung, so finden diese Auseinandersetzungen heute kaum mehr statt. Das liegt am technischen Fortschritt (&#8220;Mit CSS wird auch H1 sooo schön.&#8221;) und daran, dass Design nicht mehr annähernd so im Fokus steht wie noch fünf oder zehn Jahren. Ist im Webprojekt ein Usability-Experte eingebunden, so kann dieser sogar zum Verbündeten des Optimierers werden. Denn eine saubere Struktur und eine übersichtliche Navigation liegen beiden am Herzen.</li>
<li><strong>externe Technik-Dienstleister</strong><br />
	Ist an einem Projekt eine externe Agentur beteiligt, die grundlegende Technik &#8211; etwa das CMS &#8211; liefert, kann das den Optimierungsprozess enorm erschweren. Jeder Änderungswunsch an der gelieferten Technik bedeutet Mehraufwand für den Lieferanten, der entweder dessen Gewinnspanne schmälert oder eine nervige Diskussion mit der Geschäftsleitung über zusätzliche Zahlungen auslöst. Zusätzlich erwecken Änderungswünsche an der Technik den Eindruck, dass der Techniklieferant nicht gut genug gearbeitet hätte &#8211; somit ist die natürliche Reaktion auf so manchen Wunsch erstmal Ablehnung. Deswegen ist es auch hier sinnvoll, sich auf dem kleinen Dienstweg mit den externen Mitarbeitern gut zu stellen.</li>
<li><strong>sonstige externe Berater</strong><br />
	Hat das Projekt eine gewisse Größenordnung, so ist es ganz normal, dass weitere externe Berater mit dabei sind; etwa als externe Projektmanager oder für (klassische) Marketingmaßnahmen. Natürlich ist in so einem Fall der Marketingberater ein wichtiger Kooperationspartner für den Suchmaschinenoptimierer. Schließlich können seine Ideen oftmals wunderbar für den Linkaufbau genutzt werden.</li>
<li><strong>SEO-Consultant oder SEO-Agentur</strong><br />
	Der SEO-Consultant stößt als externer Berater meist zu einem laufenden Projekt hinzu. Er muss sich dort schnell und selbständig einarbeiten, die anderen Spezialisten kennenlernen und einen persönlichen Draht zu ihnen finden. Und er muss herausfinden, wer die eigentlich Mächtigen im Projekt sind, um dort seine Anliegen geschickt vorzubringen. Manchmal ist es unabdingbar, mit der Geschäfts- oder Gesamtprojektleitung in informellem Rahmen unter vier Augen zu reden. Dazu bietet es sich an, die tatsächlichen Anwesenheitszeiten des Gesprächspartners herauszufinden. Häufig hetzt er den ganzen Tag von Termin zu Termin, sitzt aber abends nach 19 Uhr alleine im ansonsten verwaisten Büro. Arbeitet man nun &#8220;zufällig&#8221; ähnlich lange, lassen sich auf dem Weg zum Parkplatz Dinge klären, die ansonsten nicht möglich wären.</li>
</ul>
<h2>Fazit</h2>
<p>Möchte man als SEO-Berater seine Optimierungsmaßnahmen erfolgreich umsetzen, ist es unabdingbar, sich die Interessen und Motive aller Beteiligten vor Augen zu führen. Sogar der destruktivste Stakeholder ist nicht aus Bosheit so destruktiv; vielmehr liegt es an seinem anderen Blickwinkel. Er fürchtet sich womöglich vor mehr Arbeit oder vor Kompetenzverlusten. Diesen anderen Blickwinkel einzunehmen hilft, seine Rolle zu verstehen und so eine Lösung finden zu können.</p>
<p>Suchmaschinenoptimierung ist eine Querschnittsaufgabe. Entsprechend ist es Aufgabe des verantwortlichen SEOs, alle Beteiligten zusammenzuführen und &#8211; in Ermangelung eines offiziellen Projektleiters &#8211; die nötigen Maßnahmen durchzusetzen.</p>
<div id="bildnachweis">Bildnachweis: <a href="http://de.fotolia.com/id/631045" title="" alt="" rel="nofollow">Alison Bowden</a> &#8211; Fotolia.com</div>
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		<item>
		<title>Einladung zum 1. Niederbayerischen SEO-Stammtisch</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Jan 2010 15:41:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[SEO]]></category>
		<category><![CDATA[stammtisch]]></category>
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		<description><![CDATA[In Bonn gibt&#8217;s einen, ebenso in Berlin und manchmal gar in Würzburg. Hamburg hat zumindest den OMBH, während der originale Münchner SEO-Stammtisch eingeschlafen ist  &#8211; dafür gibt&#8217;s nun die Münchner SEO-Nomaden.
Für die suchmaschinengeneigten Bewohner des schönen Niederbayern sah es bisher leider recht mau aus. Marcus und ich haben beschlossen: Das muss sich ändern!
Deshalb laden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In <a href="http://www.sistrix.de/info/seo-stammtisch/">Bonn</a> gibt&#8217;s einen, ebenso in <a href="http://www.berlinblob.de/">Berlin</a> und manchmal gar in <a href="http://www.online-marketing-wuerzburg.de/">Würzburg</a>. Hamburg hat zumindest den <a href="http://obmh.de/">OMBH</a>, während der originale Münchner SEO-Stammtisch eingeschlafen ist  &#8211; dafür gibt&#8217;s nun die <a href="http://www.seo-nomaden.de/">Münchner SEO-Nomaden</a>.</p>
<p>Für die suchmaschinengeneigten Bewohner des schönen Niederbayern sah es bisher leider recht mau aus. <a href="http://www.schoebs.com">Marcus</a> und ich haben beschlossen: Das muss sich ändern!</p>
<p><strong>Deshalb laden wir alle niederbayerischen* SEOs ein zum 1. SEO-Stammtisch Niederbayern!</strong><br />
<small>* Natürlich sind auch Teilnehmer/innen aus dem nahen Ausland wie der Oberpfalz, Oberbayern oder aus Österreich herzlich willkommen.</small></p>
<p>Alles Wissenswerte gibt&#8217;s unter <a href="http://www.seo-niederbayern.de">www.seo-niederbayern.de</a>.</p>
<p>Also draufklicken, anmelden und weitersagen!</p>
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		<item>
		<title>Der Google Marken-Boost &#8211; eine Theorie</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 11:11:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Keywords]]></category>
		<category><![CDATA[ranking]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit gestern rauscht es gewaltig in den Twitter-Feeds der SEO-Szene: Google listet urplötzlich Marken zu einschlägigen Begriffen deutlich besser als zuvor. Was seit Monaten im US-Index zu sehen ist, hat Google nun auch in Deutschland eingeführt. Dass diese enorme Änderung ausgerechnet mitten im Weihnachtsgeschäft stattfindet, wird manchem Affiliate gar nicht gefallen. Um zu verstehen, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/themes/smt/images/top-treppe.jpg" alt="Illustration: Treppe" align="right" />Seit gestern rauscht es gewaltig in den Twitter-Feeds der SEO-Szene: Google listet urplötzlich Marken zu einschlägigen Begriffen deutlich besser als zuvor. Was seit Monaten im US-Index zu sehen ist, hat Google nun auch in Deutschland eingeführt. Dass diese enorme Änderung ausgerechnet mitten im Weihnachtsgeschäft stattfindet, wird manchem Affiliate gar nicht gefallen. Um zu verstehen, was genau passiert ist, hier eine kleine exemplarische Übersicht der Änderungen, zum Teil selbst ermittelt, zum Teil <a href="http://www.sistrix.de/news/917-die-marken-kommen.html">beim Johannes geklaut</a>.</p>
<table class="intexttable">
<tr>
<th colspan="2">handy</th>
</tr>
<tr>
<td>t-mobile.de</td>
<td>+39</td>
</tr>
<tr>
<td>nokia.de</td>
<td>+53</td>
</tr>
<tr>
<td>sonyericsson.com</td>
<td>+83</td>
</tr>
<tr>
<th colspan="2">handys</th>
</tr>
<tr>
<td>t-mobile.de</td>
<td>neu</td>
</tr>
<tr>
<td>vodafone.de</td>
<td>+30</td>
</tr>
<tr>
<td>nokia.de</td>
<td>neu</td>
</tr>
<tr>
<th colspan="2">drucker</th>
</tr>
<tr>
<td>canon.de</td>
<td>neu</td>
</tr>
<tr>
<td>brother.de</td>
<td>neu</td>
</tr>
<tr>
<td>lexmark.de</td>
<td>+10</td>
</tr>
<tr>
<th colspan="2">versicherung</th>
</tr>
<tr>
<td>huk.de</td>
<td>+8</td>
</tr>
</table>
<p>Jetzt ist es zwar schon mal interessant zu sehen, was Google da so auswirft, die für SEO spannende Frage aber ist, wie das zustande kommt. Offensichtlich gibt Google bekannten Marken einen deutlichen Schub nach oben. Das scheint eine willkürliche Entscheidung zu sein &#8211; wobei &#8220;willkürlich&#8221; hier bedeuten soll, dass der eigentliche Google-Algorithmus das nicht hergibt. Vermutlich hat Google in Tests festgestellt, dass die Nutzer für generische Anfragen die Brands erwarten, bisher aber häufig nicht gefunden haben. Aber woher weiß Google, dass beispielsweise nokia.de für <em>handy</em> einen Boost verdient hat, für <em>drucker</em> aber nicht?</p>
<p>Ich habe kürzlich im Artikel <a href="http://www.suchmaschinentricks.de/aktuelles/seo/987.php">&#8220;Wie Google das Nutzerverhalten vielleicht fürs Ranking nutzt&#8221;</a> ein paar Methoden vorgestellt, wie Google aus dem Such- und Klickverhalten der Nutzer lernen kann. Zwei dieser Methode möchte ich nochmals herausgreifen, denn sie eignen sich gut, um den Mechanismus hinter dem aktuellen Brand-Boost zu erklären.</p>
<h3>Frühere Suchsessions</h3>
<p>Google kennt ja den Ablauf ganzer Suchsessions. Da fängt ein Nutzer etwa mit einer Suche nach <em>handy</em> an und klickt auf das eine oder andere Ergebnis. Da er noch nicht zufrieden ist oder auf den angeklickten Seiten Informationen erhalten hat, die ihm eine genauere Suche ermöglichen, sucht er weiter. Nehmen wir an, dass er dabei auf einem Forum landet, in dem ein Beitrag vom Online-Shop auf t-mobile.de schwärmt. Nun sucht er gezielt nach <em>t-mobile</em> und landet auf t-mobile.de.</p>
<p>Die ganze Session sieht also in etwa so aus:</p>
<ul>
<li>Suche: handy</li>
<li>Suche: vertragshandy</li>
<li>Suche: t-mobile</li>
<li>Abschließender Klick: t-mobile.de</li>
</ul>
<p>Was lernt Google daraus, wenn eine derartige Session häufig auftritt? t-mobile.de muss für <em>handy</em> ein guter Treffer sein. Da zudem t-mobile.de ein Brand ist, bekommt t-mobile.de für <em>handy</em> eine entsprechende Aufwertung.</p>
<h3>Kookkurrenzen</h3>
<p>Besonders einfach lässt sich die Zuordnung einer Marke zu einem generischen Begriff über Kookkurrenzen (mehrere Wörter kommen häufig gemeinsam in einer Query vor) ermitteln. Sucht man im Google Keyword Tool nach <em>handy</em>, so zeigt sicht, dass <em>handy</em> häufig zusammen mit einer Marke gesucht wird:</p>
<table class="intexttable">
<tr>
<th colspan="2">Kookkurrenzen für <em>handy</em></th>
</tr>
<tr>
<td>handy nokia</td>
<td>4,0 Mio.</td>
</tr>
<tr>
<td>handy sony ericsson</td>
<td>3,4 Mio.</td>
</tr>
<tr>
<td>handy samsung</td>
<td>2,2 Mio.</td>
</tr>
</table>
<p>Google muss sich also nur ansehen, zusammen mit welchen Marken ein Suchbegriff häufig kombiniert wird, um so zu lernen, für welche Suchbegriffe eine vorhandene Marke einen Boost verdienen könnte. Dieser Mechanismus würde auch erklären, warum für <em>girokonto</em> die Postbank und die Sparkasse plötzlich ganz vorne stehen &#8211; eine Frage, die <a href="http://pip.net/pipxmasupdate">Pip in seinem interessanten Post</a> aufgeworfen hat.</p>
<table class="intexttable">
<tr>
<th colspan="2">Kookkurrenzen für <em>girokonto</em></th>
</tr>
<tr>
<td>girokonto</td>
<td>368.000</td>
</tr>
<tr>
<td>girokonto kostenloses</td>
<td>74.000</td>
</tr>
<tr>
<td>kostenos girokonto</td>
<td>33.100</td>
</tr>
<tr>
<td>girokonto schufa</td>
<td>12.100</td>
</tr>
<tr>
<td>girokonto sparkasse</td>
<td>8.100</td>
</tr>
<tr>
<td>girokonto postbank</td>
<td>5.400</td>
</tr>
<tr>
<td>studenten girokonto</td>
<td>5.400</td>
</tr>
<tr>
<td>zinsen girokonto</td>
<td>5.400</td>
</tr>
<tr>
<td>girokonto kreditkarte</td>
<td>3.600</td>
</tr>
</table>
<p>Natürlich ist das alles nur Theorie, allerdings finde ich die Zahlen recht überzeugend. Vielleicht kann ja mit diesen Thesen der eine oder andere SEO seinen Kunden ein wenig beruhigen. Jedenfalls ist auch mit dieser gravierenden Ranking-Änderung SEO <a href="http://www.seokratie.de/081026/das-ende-von-seo-ist-nah/">beileibe nicht tot</a>, aber der Ansatz muss erst recht weiter gefasst werden. SEO ist mehr als Linkaufbau.</p>
<div id="bildnachweis">Bildnachweis: <a href="http://www.fotolia.com/id/251522" title="stairway" alt="stairway" rel="nofollow">jeancliclac</a> &#8211; Fotolia.com</div>
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