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Bitte nicht mehr googlen

geschrieben am 09.08.2006 von Stefan

Schon länger wird das Verb “to google” als Synonym für “suchen” benutzt; inzwischen wurde der Begriff in Merriam-Webster’s Wörterbuch aufgenommen und hat so den Ritterschlag als alltäglich gebräuchliches Wort erhalten. Doch statt sich über diese Auszeichnung zu freuen, wie es sich für eine Firma, die nie was böses tun (Firmenmotto!) will, gehört, schreiben die Firmenanwälte nun Briefe an Zeitungen. Denn Google hat Angst um seine Marke.

Wie die Washington Post treffend anmerkte, “hat sich das Wort Google in die kurze Liste der Begriffe eingereiht, die nicht länger nur ein bestimmtes Produkt beschreiben, sondern für eine ganze Branche stehen.” Doch solche Darstellungen möchten die Anwälte des Suchmaschinenprimus nicht mehr lesen. Sie befürchten, dass der alltägliche Gebrauch von “googlen” die Markenrechte des Unternehmens gefährdet – etwa so, wie heute “Tempo” allgemein für Papiertaschentücher steht und nicht mehr ausschließlich für die gleichnamige Marke. Googles Anwälte stellen sogar Beispiele für unpassende Nutzungen des Wortes “google” dar: So sei der Satz “I googled that hottie.” unangebracht; statt dessen sollten die Zeitungen lieber schreiben “I ran a Google search to check out that guy from the party.”

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3 Kommentare

  • S-O-S SEO Blog
    9. August 2006 21:26

    Googeln verboten

    Früher war Suchen angesagt, heute googlet man. Das Verb (Tätigkeitswort) “to google” wird immer mehr zum Synonym für “to search” und bringt damit den Markeninhaber Google schwer in die Bredouille. Mittlerweile wurde der Beg…

  • Cyberoog, die Insel im Web (Blog) » Das Verb ‘googeln’ …
    10. August 2006 15:32

    [...] Das will Google natürlich nicht, da es duchaus eine Gefahr darstellen könnte. Siehe auch bei Suchmaschinen-Tricks. So kann sowas kommen… Ich glaube, die Geschäftsleute sprechen dann auch von einem “Tempo”-Effekt. [...]

  • Frank Ristau » Ausgegoogelt
    26. August 2006 20:53

    [...] Google hat das geschafft, was nur wenige Unternehmen vor ihm geschafft haben: Sein Name hat als Verb in die Alltagssprache Eingang gefunden. “googeln” – oder englisch “to google” – schaffte es als Synonym für “suchen” in diverse Einträge in Wörterbücher, wie z.B. das renomierte Oxford Dictionary. Der deutsche Duden hat das Wort “googeln” bereits im Jahr 2004 in seinen Wortschatz aufgenommen. Ein Zustand, der das Herz eines jeden Marketing-Affinen Menschen höher schlagen lassen sollte. Nun soll es sich nach dem Willen der Google-Anwälte ausgegoogelt haben. Wie der Independent berichtete, haben sie Warnbriefe an verschiedene Medienunternehmen geschickt, um die Betreiber darüber aufzuklären, was Google als angemessene Verwendung des Wortes “Google” [TM] sieht. [...]

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