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Google Bombing anno 1999 – und die aktuellen Konsequenzen

geschrieben am 12.02.2010 von Stefan

Bislang dachte ich, der erste bekannte Google Bombing-Fall wäre die berühmte dumb motherfucker-Geschichte vom Januar 2001 gewesen. Jetzt bin aber auf einen noch älteren Fall gestoßen: Bereits im Oktober 1999 antwortete Google auf die Frage more evil than satan himself auf Platz 1 mit microsoft.com – was Danny Sullivan zu einem recht lustigen Artikel veranlasste.

Das Grundkonzept des Google-Algorithmus ist somit seit inzwischen mehr als zehn Jahren bekannt und wurde seither durch weitere lustige Ergebnisse für Anfragen wie go to hell oder natürlich miserable failure immer wieder bestätigt. Der Google-Algorithmus lässt sich also recht einfach zusammenfassen mit: Du brauchst mehr Linkttexte.

Doch warum wärme ich diese alten Geschichten auf? Der Screenshot zeigt das aktuelle Ergebnis einer Anfrage für [more evil than satan himself]. Google blendet hier als alternative Suchergebnisse drei Treffer für die Suche nach [miserable failure] ein! Offenbar bringt also Google beide Suchanfragen, die inhaltlich überhaupt nichts miteinander zu tun haben, in eine Beziehung zueinander.

SERP: more evil than satan himself

Was mich zur Frage bringt, welches Verfahren es sein könnte, das diese Verknüpfung erzeugt. Haben viele Leute zum Thema Google Bombing recherchiert und sowohl nach [more evil than satan himself] als auch nach [miserable failure] gesucht? Oder stellt Google fest, dass auf vielen Seiten beide Phrasen gemeinsam vorkommen? Oder haben sich die Google-Jungs einfach nur einen Spaß mit uns SEOs erlaubt, denn wer sucht sonst schon nach solchen Dingen? Womöglich ist das aber auch nur der dezente Hinweis dass ein gewisser ehemaliger US-Präsident noch schlimmer als der Satan ist …

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3 Kommentare

  • der-Heiko
    12. Februar 2010 18:24

    Hallo Stefan,
    ich erinnere mich noch an diese Bombe hier “weapons of mass destruction”
    Mittlerweile gibt es einen tollen Wikipedia Artikel dazu, Viel Spass beim Lesen, es lohnt :)
    http://en.wikipedia.org/wiki/Google_bomb

    Grüssle Heiko

  • Stefan
    12. Februar 2010 18:43

    Heiko,
    danke für den Wikipedia-Link. Schön zu sehen, was in der Zwischenzeit so alles passiert ist an Google Bombings.

  • Robert
    24. Februar 2010 01:18

    Hallo Stefan,
    ich kann mir keinen manuellen Eingriff vorstellen, denn dann hätte man die offensichtliche Manipulation gleich behoben – schließlich geht Qualität vor Show, die Google hier sowieso nicht nötig hat. Zudem betont man ja immer, die Ergebnisse nicht zu eigenen Gunsten zu beeinflussen (abgesehen von den eigenen Diensten).
    Daher bleiben nur die beiden von Dir bereits genannten Argumente.
    Dabei erschien es mir auf den ersten Blick wahrscheinlicher, auffällige Aneinanderreihungen der Suchanfragen mit solchen Einschüben zu behandeln. Allerdings dürfte der Anteil zusammengehöriger, nacheinander ausgeführter Suchanfragen relativ niedrig sein und zweitens liegt dieser hier ja gerade offensichtlich nicht so einfach erkennbar vor. Dann müssten solche Einschübe eigenlich viel häufiger erfolgen.
    Ergo dürften es die verlinkenden Seiten ausmachen.

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