ZDF: Beitrag über “Big Google”
geschrieben am 16.09.2006 von StefanIn der Nacht von Sonntag auf Montag bringt das ZDF einen Beitrag über Suchmaschinen: Big Google – Die geheime Macht der Suchmaschinen. Jahre, nachdem entsprechende Beiträge bei den Privaten – etwa in FocusTV auf Pro Sieben – gelaufen sind, merkt nun auch ein öffentlich-rechtlicher Sender, dass hier ein wichtiges gesellschaftspolitisches Thema lauert. Zudem kann ein wenig Profilschärfung in Sachen “Neue Medien” nicht schaden, jetzt, wo man die GEZ-Gebühren für PCs, UMTS-Handys, Kühlschränke mit Internetanschluss und Toaster durchdrücken möchte.
Doch genug gelästert, die Gästeliste immerhin verspricht eine spannende Diskussion: Mit Stefan Keuchel, Pressesprecher von Google und Wolfgang Sander-Beuermann, Leiter des Suchmaschinenlabors der Uni Hannover und Mastermind hinter der Metasuchmaschine Metager, sind zwei ausgewiesene und wohl auch polarisierende Experten eingeladen. Hinzu kommen eine Philosophin, ein (weiterer) Informatiker und eine Web-Entwicklerin.
Das ZDF umreißt die Diskussionrunde in seiner Ankündiung so:
Was wissen Google und die anderen Suchmaschinenanbieter über uns Ahnungslose? Was ist das eigentlich eine Suchmaschine? Wie funktioniert sie und was blüht uns allen noch in der Zukunft?
Suchmaschinen haben schon heute einen gewaltigen Einfluss auf unser Leben. Die direkte Wirkung von Suchmaschinen, also wenn wir die Dienste zur Recherche nutzen, ist dabei weniger dramatisch als die indirekte. Indirekt nehmen Suchmaschinen dann Einfluss, wenn etwa der Spiegel einen Artikel über die Wiedereinbürgerung des Luchs in Bayern veröffentlicht, den für die Einbürgerung verantwortlichen Verband aber gar nicht erwähnt, weil – so der Spiegel-Autor auf Nachfrage – er nicht in Googles Top-10 erschienen sei. Das ist natürlich ein nachrangiges Problemchen, doch wer sagt mir, dass der Artikel über die Bedrohung durch das iranische Atomprogramm im gleichen Magazin besser recherchiert wurde?
Ob solche Themen in der Nacht zum Montag angesprochen werden? Der kulturpessimistische Unterton der letzten Teilfrage der ZDF-Beschreibung (“Was blüht uns allen noch in der Zukunft?”) lässt mich erschaudern. Ich bin gespannt.
via: at-web.de
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